Handtumore

 

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Enchondrom (Knochentumor)

Enchondrome sind gutartige Tumore – sofern im Handbereich gelegen –, welche sich im Knocheninneren ausbreiten. Bei Nichtbehandlung kommt es zum Bruch und in der Folge zum Zusammensinken des betroffenen Knochens. Ursächlich ist, angeboren oder im Rahmen einer Verletzung erworbenes, versprengtes Knorpelmaterial, welches in den Knocheninnenraum verlagert ist. Hier bildet es Knorpelsubstanz, welche sich meist zunächst im Knochenmarkraum ausbreitet. Später verdrängt sie das Knochengewebe, welches ausgedünnt wird und schließlich zur Instabilität des Knochens führt, mit zunehmender Bruchgefahr. Besonders gelenknahe Enchondrome sind durch die instabileren Strukturen hier einbruchgefährdet.

 

Diagnostik:

 

Oft wird der Befund zufällig im Rahmen einer Röntgenuntersuchung gefunden. Gelegentlich bestehen, besonders bei Knochenverdrängungen, ziehende Schmerzen in der Tiefe, welche durch Druck der Strukturen auf die Knochenhaut oder die Knochenumgebung entstehen. Diese sind auch zur Diagnosefindung meist ausreichend. Bei seltenen überlagernden Strukturen kann eine Computertomographie – besonders bei Stabilitätsfragen – weiter helfen.

 

Therapie:

 

Unter Umständen reicht ein Minizugang an sicherer Stelle mit einer kleinen Bohrung aus, um den Befund restlos zu entfernen. Bei Instabilitäten wird eventuell die Auffüllung des entstehenden Hohlraumes nach Ausräumung des Tumores mit körpereigenem Knochengewebe notwendig. Dies geschieht durch Entnahme von Knochensubstanz aus dem Unterarm derselben Hand über einen Minizugang recht problemlos. Auch wenn die Aussicht auf eine Knochensubstanztransplantation recht aufwändig erscheint, ist dies in der Hand von Geübten ein sehr sicheres und zuverlässiges Verfahren. Im Gegensatz zu immer wieder neuen Knochenersatzsubstanzen, die auf dem Markt erscheinen, besteht hier keinerlei Gefahr einer Abstoßung und die Integration und Stabilität wird konkurrenzlos früh erreicht.

 

Eine postoperative Ruhigstellung ist nur bei Eingriffen in Gelenknähe oder bei Stabilitätsproblemen notwendig. Eine relativ sichere Beseitigung des Problems wird erreicht. Trotzdem sollten in einigen Abständen danach noch Kontrollaufnahmen des Befundes erfolgen, um den Erfolg der Therapie zu garantieren.

 

Wir betreuen Sie kompetent in allen Stadien der Erkrankung und erwägen die Operationsindikation in Ihrem Sinne kritisch.

 

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